Sparkassen engagieren sich für das Umweltprojekt „Klimasail“

Segeln gegen den Klimawandel

Die Ostsee auf einem Segelschiff zu erkunden und dabei die Veränderungen des Klimawandels meeresbiologisch zu erfassen – das ist das Konzept des „KlimaSails“, der am 14. Mai 2011 seinen großen Start-Up Tag im Landtag feierte. Dank der Unterstützung der schleswig-holsteinischen Sparkassen konnte der Stapellauf für das innovative Umweltbildungsprogramm des Vereins Jugendsegeln und des Nordelbischen Jugendpfarramtes eingeläutet werden. 120 Jugendliche aus allen Teilen Schleswig-Holsteins waren in die Landeshauptstadt gekommen, um sich auf ihre „KlimaSails“ vorzubereiten. Landtagspräsident Torsten Geerdts, der Bischofsbevollmächtigte Gothart Magaard und Reinhard Boll, Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein, würdigten das Engagement der Jugendlichen vor Ort.

„Die Teilnehmer des „KlimaSails“ interessieren sich für die drängenden Fragen unserer Zeit und setzen sich für einen nachhaltigen Schutz der Umwelt ein. Das verdient unseren Respekt und unsere Anerkennung“, so Reinhard Boll bei der Auftaktveranstaltung. „Wir freuen uns, dass wir sie in ihrem Wissensdurst und Tatendrang fördern können und das Projekt mit unserer finanziellen Unterstützung realisiert werden konnte.“ Seinen besonderen Dank über die großzügige Förderung von rund 45.000 Euro sprach der Schirmherr und Bischofsbevollmächtigte Magaard in seinem Grußwort aus. Passend zum Wetter spannte er dann einen Regenschirm im Plenarsaal des Landtages auf, um auf die drohende Sintflut hinzuweisen, wenn dem Klimawandel nicht entgegengewirkt würde: „’Nach uns die Sintflut’ gilt nicht mehr, denn der Planet Erde ist uns nur geliehen und wir tragen Verantwortung für das, was wir tun“, erklärte Magaard. Umso wichtiger sei ein so überzeugendes Jugendbildungsprojekt wie das des „KlimaSails“.

Insgesamt 180 Jugendliche nehmen an dem Projekt teil: Ab dem 21. Mai 2011 gehen sie in 12 Projektgruppen für jeweils acht Tage an Bord des Segelschoners „Zuversicht“. Bei ihrem Segeltörn können die Jugendlichen, die Umweltveränderungen der Ostsee mit Hilfe eines mobilen Meereskundelabors biologisch erforschen und erproben, wie man als Gruppe klimaschonend leben kann. Darüber hinaus werden sie Ideen entwickeln, wie weltweit Klimagerechtigkeit geschaffen werden kann. An sogenannten „Open Ship-Tagen“ in Kiel, Travemünde, Eckernförde, Kappeln, Schleswig und Flensburg werden die Jugendlichen Interessierte über die Ergebnisse der Forschungen und das Thema Klimagerechtigkeit informieren. „Im Anschluss an die spannenden Tage an Bord werden die Teilnehmer als Klimabeauftragte ihre Erfahrungen ins Land tragen. Sie übernehmen damit Verantwortung für die Zukunft und zeigen, was das Wort Nachhaltigkeit im Kern bedeuten soll“, würdigte Reinhard Boll die Begeisterung der Teilnehmer.


Um die Teilnehmer des Projektes willkommen zu heißen, legte auch die „Zuversicht“ am Landtag an. Begeistert eroberten die Jugendlichen ihren Segelschoner, bevor es dann an die konkrete Vorbereitung der Tage an Bord ging. Schirmherr Torsten Geerdts betonte, dass der „KlimaSail“ ein Projekt sei, „dass vor Ort erfahrbar macht, was der Einzelne tun kann, um etwas in der Welt zu verändern.“ Und auch für die Jugendlichen stand fest: „Wir müssen uns anspruchsvolle Ziele setzen, um wirklich etwas zu verändern.“